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Der Führerschein ist eine Investition fürs Leben. Wenn man ihn hat ist man unabhängiger und flexibler.
Allerdings ist der Weg bis zum Führerschein ein langer und es müssen schon im Vorfeld viele Überlegungen angestellt werden. Schließlich ist der Führerschein eine kostenintensive Sache und es soll immer wieder schwarze Schafe unter den Fahrschulen geben, die alles daran setzen, ihre Schüler zu schröpfen.
In den folgenden Abschnitten haben wir einige Fragen und Gesichtspunkte zusammengestellt, die man sich vor und während der Ausbildung vor Augen halten sollte.

Dinge, über die man sich vor Antritt der Ausbildung informieren sollte:


1.) Der Preis

Der Preis ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage, sollte aber nicht die einzige sein!
Man hört immer wieder von Fahrschulen, die mit absoluten "Super-Tiefstpreisen" werben. Führt euch aber immer vor Augen, dass eine solide Ausbildung ihren Preis hat. Kein (guter und seriöser) Fahrlehrer arbeitet für "einen Appel und ein Ei"!
Ihr solltet aber auch darauf achten, dass ihr nicht ausgenommen werdet wie eine Weihnachtsgans. Zumal die teuerste Ausbildung nicht zwangsläufig die beste sein muss. Ein gesunder Kompromiss sollte gefunden werden.
Der endgültige Preis hängt immer davon ab, wie viele Fahrstunden die einzelne Person braucht. Das kann der Fahrlehrer natürlich am besten beurteilen. Wenn ihr allerdings offensichtlich virtuos mit dem Fahrzeug umgehen könnt, und euch auch fit im Straßenverkehr fühlt, der Fahrlehrer euch aber trotzdem noch Dutzende von Fahrstunden "verkaufen" möchte solltet ihr hellhörig werden. Zumeist genügt es schon, den Dialog mit dem Lehrer zu suchen. Sollte er seinen "Verkaufsstiefel" dann trotzdem weiter durchziehen wollen, steht es euch frei, die Fahrschule zu wechseln. Es kann natürlich auch passieren, dass ihr schon nach wenigen Stunden zu einer Prüfung gedrängt werdet, obwohl ihr euch vielleicht noch gar nicht sicher genug fühlt. Auch in diesem Fall solltet ihr auf der Hut sein und den Dialog suchen.
Wenn man sich selbst nicht ausreichend vorbereitet fühlt, ist ein Durchfallen wahrscheinlich. Bevor ihr euch dann zur nächsten Prüfung anmelden könnt, müssen zunächst noch mal ein paar Fahrstunden genommen werden. Da man die erste Prüfung in den Sand gesetzt hat, ist das Selbstbewusstsein wohlmöglich auf dem Tiefpunkt und man nimmt noch viel mehr Fahrstunden, als man vielleicht gebraucht hätte. Zudem kommt noch mal die Prüfungsgebühr auf einen zu.

2.) Ausstattung und gebotene Leistungen

Für sein Geld kann man Einiges erwarten. Schon vor der Anmeldung sollte man sich ausreichend informieren. Einige Anhaltspunkte hier:

Mit welchen Medien wird unterrichtet?
Stehen Schaubilder und praxisnahe Modelle zur Verfügung?
Macht die Fahrschule einen sauberen und gepflegten Eindruck?
In welchem Zustand sind die Schulungsfahrzeuge?
Welche Serviceleistungen werden angeboten?

Manche Fahrschulen bieten beispielsweise Sicherheitstrainings oder ähnliches an.

3.) Fahrlehrer

Jeder Mensch ist unterschiedlich. Schon vor der Anmeldung sollte man sich bei verschiedenen Fahrschulen informieren. Aus den Dialogen erfährt man meist schon viel über die Ausbilder. Nur wenn Fahrschüler und Fahrlehrer gut miteinander klar kommen, ist eine optimale Ausbildung gewährleistet.

Wenn man im Laufe der Fahrstunden feststellt, dass man mit seinem Ausbilder nicht klar kommt, sollte man ihn / sie darauf ansprechen. Vielleicht lassen sich die Differenzen ja aus dem Weg schaffen. Ansonsten steht es euch frei, den Lehrer oder die Fahrschule zu wechseln.

4.) Unterrichtsmaterial

Auch hier gibt es Unterschiede. Ihr solltet euch erkundigen, ob das Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt wird, oder ob ihr es euch selbst organisieren müsst und ob es womöglich schon im Preis inbegriffen ist. Das kann von Fahrschule zu Fahrschule unterschiedlich sein. Manche Fahrschulen haben in einer höheren Grundgebühr schon die Kosten für das Arbeitsmaterial mit drin. Andere Fahrschulen haben eine niedrigere Grundgebühr und lassen den Schüler entscheiden, welches Arbeitsmaterial er dazu kaufen möchte. Manche Schüler benötigen beispielsweise kein Buch, da sie noch eins vom Bruder oder der Schwester haben. So lassen sich evt. ein paar Euro sparen.

5.) Erfahrungen von Freunden / Bekannten / Verwandten

Natürlich kann es Sinn machen, sich bei Freunden und Verwandten im Vorfeld schon mal ein wenig schlau zu machen, ob sie mit ihrer Ausbildung zufrieden waren oder nicht. Allerdings kann diese Einschätzung auch höchst subjektiv sein. Wenn beispielsweise jemand durch die praktische Prüfung gefallen ist, wird diese Person sicherlich die letzte sein, die eingesteht, dass sie einen Fehler gemacht hat. Als Schuldige werden dann oft der böse Prüfer oder die schlechte Fahrschule gesucht.
Den beste Eindruck kann man sich nur selbst verschaffen.

6. ) Zeit

Man sollte schon etwas Zeit für die Ausbildung einplanen. Bevor man zur theoretischen Prüfung zugelassen wird, muss man eine Mindestanzahl von 14 Theoriestunden nachweisen können. Wenn der theoretische Unterricht zweimal wöchentlich abgehalten wird, dann sind das ca. 7-8 Wochen, die man einkalkulieren sollte (es kann ja sein, dass man, weshalb auch immer, mal ein paar Stunden versäumt). So bleibt genug Zeit, zwischen den Stunden zuhause ein paar Fragebögen zu machen und sich gut auf die Prüfung vorzubereiten.
In einem 3 Wochen langen Ferienkurs sieht das anders aus. Da ist jeden Tag theoretischer und praktischer Unterricht. Zwischen den Unterrichtsstunden wird gebüffelt. Generell sollte man 3-4 Monate einplanen. So setzt man sich nicht unter Druck. Bei einem Vollzeitkurs beträgt die Dauer der Ausbildung zwischen 2-3 Wochen.

 

Dinge, um die man sich schon vor der Ausbildung kümmern sollte:


Damit die Papiere schnellstmöglich fertig sind und man zur Prüfung zugelassen wird, sollte man sich schon zu Beginn der Ausbildung um folgende Dinge kümmern:

1.) Passfoto

Man benötigt ein Passfoto im Halbprofil, vor hellem Hintergrund aufgenommen, mit den Maßen 35 x 40 mm (Standardpassfotogröße). Das Passfoto klebt man dann auf einen dafür vorgesehenes Papier, welches man von der Fahrschule bekommt. Daneben setzt ihr eure Unterschrift in das Unterschriftenfeld. Das ist die Unterschrift, die dann auf euren späteren Führerschein kommt.

2.) Sehtest

Einen Sehtest nach § 12 Abs. 1 StVO oder ein augenärztliches Führungszeugnis. Den Sehtest könnt ihr gegen ein Entgelt von ca. 11 DM bei fast jedem Optiker, dem TÜV oder beim Augenarzt machen. Wenn ihr diesen Test bestanden habt, dann verwahrt die Bescheinigung darüber auf. Falls nicht,
müsst ihr eure Augen beim Augenarzt durchchecken lassen. Solltet ihr noch einen Sehtest haben, welcher nicht älter als 2 Jahre ist, so reicht dieser aus. Im eigenen Interesse sollte man aber dennoch einen neuen Sehtest machen.

3.) Ausweiskopie

Ihr braucht außerdem noch eine Kopie eures Ausweises (Vorder- und Rückseite).

4.) Erste-Hilfe-Kurs

Ihr müsst an einem Erste-Hilfe-Kurs (LKW u. KOM) bzw. einer Unterweisung in Sofortmaßnahmen am Unfallort teilgenommen haben. Informiert euch bei eurer Fahrschule, wo derartige Kurse abgehalten werden. Solltet ihr in den letzten 2 Jahren schon an einem solchen Kurs teilgenommen haben und ihr habt die Bescheinigung noch, dann genügt diese. Allerdings empfiehlt es sich, sein Wissen aufzufrischen, um im Falle eines Falles sicher helfen zu können.

Wer einmal an einem Erste-Hilfe-Kurs bzw. einer Unterweisung in Sofortmaßnahmen am Unfallort teilgenommen hat, kann jederzeit wieder an einem Kurs teilnehmen, um sein Wissen aufzufrischen. Dies ist kostenlos, solange man keine Teilnahmebescheinigung haben möchte.

5.) Zeugnis oder Gutachten eines Augenarztes

LKW- und KOM-Anträge bedürfen eines Zeugnisses bzw. eines Gutachtens des Augenarztes eurer Wahl. Die Gutachten dürfen nicht älter als 2 Jahre sein.

6.) Bescheinigung über eine ärztliche Untersuchung

LKW- und KOM-Fahrer müssen sich einem "Gesundheitscheck" unterziehen. Hierfür ist eine Bescheinigung notwendig, die ihr in eurer Fahrschule bekommt. Die Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung darf nicht älter als ein Jahr sein.

Das alles sind Dinge, die ihr schon vor der Anmeldung erledigen könnt. Bei der Fahrschule bekommt ihr dann einen Gesundheitsfragebogen, welchen ihr ausfüllen müsst. Alles das wird in eine Papiertüte getan, die ihr ebenfalls bei der Fahrschule bekommt. Manche Fahrschulen kümmern sich um alles Weitere. Bei anderen müsst ihr diese Papiere dann selber wegbringen. Wohin, erfahrt ihr in der Fahrschule.
Normalerweise liegen die Papiere nach 4 - 6 Wochen beim TÜV und man ist zu den Prüfungen zugelassen. Die Papiere sollten umgehend weggeschickt werden, da es manchmal auch bis zu 8 Wochen dauern kann und das kann die ganze Ausbildung nur unnötig in die Länge ziehen.

Wir hoffen, wir konnten einige Fragen klären.
Euer Fahrschul-Team

 


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 Interessante Links:

 www.fuehrerschein.de

 www.kba.de

 www.fahrschule.de

 www.verkehrsportal.de

 www.fahrtipps.de




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